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Berlin, 14.12.2011 -
Der EU-Kommissar Günther Oettinger informierte sich anlässlich eines Besuches beim Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) über die Arbeit des Verbandes und der Kurier-, Express- und Paket- (KEP) Branche.
Der Präsident des BIEK, Gunnar Uldall, stellte dar, dass die Leistungsfähigkeit der KEP-Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor für die deutsche Wirtschaft insgesamt ist. Übereinstimmung zwischen den Gesprächspartnern bestand darin, dass der Lieferverkehr in die Innenstadt aufrecht erhalten bleiben müsse. Überlegungen, Zugangsbeschränkungen in die Cities einzuführen, würden zu großen Nachteilen führen. Wenn der Lieferverkehr
eingeengt würde, würde der Einzelhandel in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Folge wäre ein Verlust der Städte an Lebendigkeit und Vielfalt. Die Vertreter des BIEK stellten dar, dass sich langfristig das kulturelle Leben, die Einkaufstätigkeit etc. aus den Cities auf die dünner besiedelten Räume vor der Stadt verlagern würden, was mit längeren Anfahrten verbunden sei. Dadurch ergäben sich negative Auswirkungen für die ökologische Gesamtbilanz.
Der Präsident des BIEK Gunnar Uldall betonte die Anstrengungen der Mitgliedsunternehmen, die Energieeffizienz laufend zu verbessern. Zugleich warnte er vor überzogenen Hoffnungen hinsichtlich des Einsatzes von alternativen Antrieben bei den Lieferfahrzeugen. „Die Kostendifferenz zu den konventionellen Antrieben ist noch zu hoch, die alternativen Antriebe sind zurzeit alle noch im Versuchsstadium.“ Uldall unterstrich den großen Beitrag für eine effiziente Energienutzung, den die KEP-Dienste durch die Bündelung der Verkehre leisteten.
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