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Ergebniszusammenfassung:
 
  Ergebniszusammenfassung des Gutachtens "Prozessorientierte Kosten- und Ergebnisbewertung des Paketdienstes der Deutsche Post AG"


Die Beurteilung der Kosten- und Ergebnissituation sowie -entwicklung des Paketdienstes der DP gelangt zu folgenden Ergebnissen:


1. 1998 ist im Paketdienst ein struktureller Verlust von ca. 904 Mio. DM entstanden. Wir nennen diesen Verlust strukturell, weil er unbeeinflusst von sogenannten Altlasten ist. Würden private Wettbewerber das gleiche Geschäft mit denselben Preisen auf Basis der Logistikinfrastruktur der DP (u.a. 33 Frachtzentren, 476 Zustellbasen) abwickeln, würden sie eine vergleichbare Verlusthöhe erzielen. Der Ermittlung des strukturellen Verlustes wurden nur rein betriebsnotwendige Kosten für die Abwicklung der Prozesse zugrunde gelegt, wie sie sich mengenbedingt ergeben, wenn man die Prozesse über Zeitstandards und branchenübliche Kosten bewertet.


2. Der strukturelle Verlust ist ausschließlich auf das Geschäft mit Geschäftskunden zurückzuführen. Eine differenzierte und detaillierte Rechnung für Private und Business zeigt, dass einem Gewinn von 38 Mio. DM in Private ein Verlust von 942 Mio. DM in Business gegenübersteht.


3. Das Erreichen der Gewinnschwelle ist nicht in Sicht. Trotz angenommener Mengensteigerungen und weiterer Rationalisierungserfolge wird - bei Beibehaltung der heutigen Geschäftstrategie, des Preisniveaus und der vorhandenen Logistikinfrastruktur - bis zum Ende des Prognosezeitraums die Umsatz- und Kostenschere nicht geschlossen. Nach der Prognose von Horváth & Partner würden selbst 2010 bei Umsatzsteigerungen von ca. 57% noch Verluste von 293 Mio. DM entstehen. Auch weitere Mengenausweitungen und Rationalisierungsmaßnahmen ermöglichen es nicht, die Gewinnschwelle innerhalb überschaubarer Zeit zu erreichen.


4. Die gegenwärtige und zukünftige Ergebnissituation führt auch zu entsprechenden Cash Flows. Der Cash Flow II (Finanzmittelüberschuss nach Ersatzinvestitionen) beträgt nach unseren Berechnungen in 1998 - 735 Mio. DM. Er bleibt über den gesamten Prognosezeitraum negativ. Im Jahre 2010 wird ein negativer Cash Flow von 91 Mio. DM erwirtschaftet. Die strukturellen negativen Finanzierungssalden erfordern entsprechenden finanziellen Ausgleich, der nur aus anderen Unternehmensbereichen oder von außerhalb des Unternehmens zufließen kann.


Ohne grundlegende Einschnitte in die Geschäftsstrategie wird nach Überzeugung von Horváth & Partner der Paketdienst der DP in der hier definierten Form auch künftig strukturelle und nachhaltige Ergebnis- und Finanzmitteldefizite ausweisen.





Die Ergebniszusammenfassung wurde der Kurzfassung des Gutachtens "Prozessorientierte Kosten- und Ergebnisbewertung des Paketdienstes der Deutschen Post AG" (22.11.1999, Horváth & Partner GmbH Stuttgart) entnommen.


Das ausführliche Gutachten können Sie als PDF-Dokument downloaden (192 kb).


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